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Samstag, 31. Januar 2015

Die Wirkung auf unsere Muskulatur

Guten Abend

ich hoffe, Sie hatten einen schönen Samstag,
voller Pausen und harmonischer Erlebnisse.

Heute will ich über die Wirkung der Pause 
in unserer Muskulatur sprechen.

Fast alle Muskeln unseres Körpers 
bestehen aus Muskelfaserbündeln,
von denen meist nur ein Teil aktiv ist, 
der Rest räckelt sich gemütlich 
in der Gegend herum.

Wenn wir die ganze Zeit 
in der Anspannung 
des einen Teiles 
der Muskulatur verharren, 
die oft mit 
einem Anhalten des Atems 
gekoppelt ist,
dann ist die Materialermüdung 
viel schneller da,
als wenn wir immer wieder 
einen Moment der Lockerung 
und Lösung - eine Pause - einbauen.

Auch mal ausatmen 
und dadurch den Weg 
für den Sauerstoffaustausch
frei geben.

Der Moment der Lockerung bewirkt, 
dass die Aktivität von einem Muskelanteil 
auf den nächsten übergeht. 

Wenn wir uns vorstellen, 
dass so ein Bündel 
aus 5-7Anteilen besteht, 
dann vergeht eine Zeit, 
bis der erste Muskelanteil 
die Arbeit wieder übernimmt.

Dadurch können wir 
leichter und gelöster, 
viel länger bei einer Arbeit bleiben, 
als wenn wir 
in der Anspannung 
der andauernden,
einseitigen Belastung verharren.

Um dahin kommen zu können 
ist es in der Übungsphase wichtig, 
sich Zeit zu nehmen
damit der Körper, 
in diesem Falle
die Muskulatur,
erkennt,
dass sie Raum und Zeit 
zur Reaktion bekommt.

Das wichtigste dabei 
ist die Rückmeldung ans Gehirn:
"Da ist gearbeitet worden, 
da muß Bllluut hin"

Das bedeutet, 
wenn dieser Bereich 
gut durchblutet ist, 
dann kann er leichter und freier 
auf alle Anforderungen reagieren.

Und so wünsche ich Ihnen
einen Sonntag voller Leichtigkeit
und Schwung

Alles Liebe

Friederike Hapel

Auch der Schlaf ist eine Pause.

Guten Abend, 
oder besser guten Morgen, 
denn der neue Tag 
hat ja schon begonnen,

obwohl ich zumindest 
den Schlaf bis zum Morgen
noch vor mir habe.

Auch der Schlaf ist eine Pause.

Wenn unsere Träume 
sanft und unbewußt ablaufen, 
dann können wir
in der REM Phase, 
der Tiefschlafphase,
ganz loslassen.

Auch das ist 
eine Phase der Erholung, 
in der der Organismus auftankt.
Muskel, Bänder und Sehnen, 
Bindegewebe, Lymphe und Blut,
alles schwingt im Einklang
des pulsierenden Rhythmus 
unseres Herzens.

So wünsche ich Ihnen 
eine erholsame Nachtruhe 
und morgen einen gemütlichen Start 
in einen Wunder - vollen Tag.

Alles Liebe 
Friederike Hapel

Donnerstag, 29. Januar 2015

die versteckte Pause in Worten

Guten Abend,

Da hatte ich doch heute 
einen schönen Anruf
einer Freundin,
die mir erzählte, 
dass sie diesen Blog 
und die Posts darin
mit Interesse lese 
und sogar schon 
eine Übung ausprobiert habe.

Das hat mich sehr gefreut.
---------------------------
Heute soll unser Thema 
die versteckte Pause
in Worten sein.

Und gleich in diesem Satz 
ist sie schon vorhanden.

Haben Sie sie entdeckt?

Wenn nicht, 
dann helfe ich ein wenig.

Richtig, 
im Wort Thema ist sie 
und zwar 
in Gestalt des Buchstabens H
der das 
davor gesprochene
dehnt 
und ausschwingen lässt, 
bevor der Rest des Wortes folgt.

Th---ema

Auch Doppelvokale  
und Verbindungen 
zwischen Vokalen und H 
dehnen und helfen zu lösen.

z.B. beim Wort: 

sieh mal

Das unterscheidet 
die alte, belüftete Sprache 
von unserer heutigen, 
oft harten, kurzen 
und gehackten Sprache.

Die alte, belüftete Sprache 
nannte man auch 
die Bühnenhochsprache
die mit besonderem Pathos
Buchstaben Silben und Worte ausgestaltete.

Sie entstand 1898.
"Sievers, wie Siebs und seine Mitarbeiter 
verließen sich auf ihr Gehör. 
Sie hörten ab, 
wie auf der Bühne gesprochen wurde, 
und brachten diese Aussprache 
vereinheitlichend in Regeln, 
die 1898 als Deutsche Bühnenaussprache
für die Bühne gleichsam Gesetz wurden.
"
Winkler: Zur Frage der deutschen Hochlautung
Vielleicht haben Sie ja Lust, 
sich die Worte 
auf der Zunge 
zergehen zu lassen 

und zu spüren, 
wie weich die Lösung 
der Anspannung 
des Unterkiefers,
der Zunge
und der Lippen
vor sich gehen kann.
                                                                                                    Lösung
Th-------ema

               Lösung
Sieh---

                                                                                Lösung
Pa- th-------os

Mittwoch, 28. Januar 2015

Das Schöne an der Pause ist der Genuss,

 
Guten Abend

Da hat die Karriere Bibel auf Facebook 
heute ein schönes Thema gewählt:


Darin beschreibt sie als Punkt 2

"Das Pausen machen. 
Es ist ein alter Redner-Trick: 

Willst du, dass dir die Leute an den Lippen hängen, 
mach rhetorische Pausen. 

Vor Pointen sowieso, 
aber auch sonst. 

Im ersten Moment fühlt sich das komisch an, 
seinen Worten beim Verhallen zuzuhören. 
Aber wohl dosiert, wirken Pausen Wunder."

Das Schöne an der Pause ist der Genuss, 
das Zergehenlassen der Buchstaben, 
Silben, Worte auf der Zunge. 

Der Zeit- und Lösungsfaktor der Pause 
spielt dabei auch noch eine große Rolle.  

Denn wenn ich in ihr 
Unterkiefer, 
Nacken, 
Schultern, 
Bauch, 
Gesäß 
und Knie 
lockere, 

entspannt sich meine Stimme, 
wird mein Körper zum Resonanzraum
werden mein Klangraum 
und mein Stimmklang 
runder, 
voller, 
tiefer. 

Ein Genuß zuzuhören und mitzuatmen.

Probieren Sie es aus :)

Dienstag, 27. Januar 2015

Eine Übung

Guten Abend

Gestern gab es ja erst mal
eine kleine Einführung
in die Ausdrucksmöglichkeiten der Pause.

Heute kommt eine kleine Übung dazu.
Vielleicht haben Sie Lust 
sich damit zu beschäftigen.

Übung: 

Setzen Sie sich aufrecht auf einen Stuhl, 
Beine nebeneinander. 
Schließen Sie Ihre Augen 
und spüren Sie in Ihren Körper.

Wo ist er angespannt, 
was können Sie lockern?

Dann konzentrieren Sie sich 
auf Ihren Unterkiefer, Ihre Zunge
Ihren Mundinnenraum.

Gibt es da auch Anspannungsbereiche? 
Wenn ja, lassen diese sich 
durch eine kleine Bewegung lösen?

Vielleicht ein schönes Gähnen, 
damit der Mundinnenraum 
sich einmal weiten kann?

Gerade wenn man den Tag über 
immer wieder sehr angespannt ist, 
kann es Wunder bewirken.
Wenn Ihr Unterkiefer locker
und leicht geöffnet ist, 
dann sprechen Sie ein leises Thh.
Vielleicht fällt Ihnen dabei auf, 
dass es explosionsartig ein bisschen Luft
aus dem Munde schleudert, 
wenn sich die Zungenspitze vom Gaumen 
dicht hinter den Schneidezähnen löst.

Wenn die Zunge nun der Schwerkraft folgend 
auf den Mundboden absinkt, 
gibt sie den Weg 
in den Mundraum frei
und eine kleine Luftmenge 
strömt reflexartig hinein.

Diese Menge reicht schon aus,
um das nächste Worte zu sprechen, 
das nun seinerseits 
wieder Hilfen 
durch die Konsonanten und Vokale bekommt.

Thh, 
Zunge sinkt auf Mundboden, 
Luft strömt ein.

1- 3  Atemzüge Pause

Thh, 
Zunge sinkt auf Mundboden, 
Luft strömt ein.

1- 3  Atemzüge Pause

Thh, 
Zunge sinkt auf Mundboden, 
Luft strömt ein.

1- 3  Atemzüge Pause
Wenn Sie die Übung durchführen, 
nehmen Sie sich Zeit dazu
und machen Sie sie 
höchstens dreimal 
in einem Ablauf.
Weniger ist mehr 
und wenn Sie die Übung
über den Tag verteilt
 3- 4 mal wiederholen, 
erleben Sie vielleicht, 
wie sie immer leichter und freier wird.
Das wünsche ich Ihnen 
von ganzem Herzen
Alles Liebe
Friederike Hapel   

Montag, 26. Januar 2015

Die Pause in der Poesie

Guten Abend,

Heute schreibe ich einmal etwas früher, als sonst.

Unser Thema ist die Pause in der Poesie.
Sie kann z.B. 
durch - Bindestriche , Kommata, 
oder Punkte ausgedrückt werden.

Sie hat eine Auswirkung auf die Sprachmelodie, 
die innere Verbindung mit dem Text 
und den Atemstrom.

Im stummen Lesen verschwindet sie oft, 
doch in der gesprochenen Sprache fällt sie auf 
und ermöglicht dem Sprechenden, 
sie wie ein Instrument zu nutzen.
zwei Hauptfunktionen kommen ihr dabei zugute.
1. das Ausschwingen
Erinnern Sie sich noch an Ihre Kindheit, 
wenn Sie selbstvergessen
auf der Schaukel saßen ,
                                   sie ausschwingen liessen
                                                                                     und vor sich hinträumten, 
                                           oder leise summten?

Dieses Nachklingenlassen 
hat auch in der Poesie 
eine sehr tiefe und innige Wirkung.

Wie schön klingt es 
in der 
"Mondnacht"
von
Joseph von Eichendorff

 
 
Es war----
als hätttt--` 
der Himmelll
die Erde
stilll 
geküssssthhh

Eine seltsame Schreibweise, 
doch sie zeigt, 
was ich verdeutlichen möchte,

die Schwebung, 
die durch die Pause entsteht 
und dadurch die Stimmung
der Abendstunde erzeugt.

und nun als zweites

2. Die reflektorische Pause als Luftergänzung

wenn Sie sich den Text der Mondnacht
noch einmal in meiner Verfremdung anschauen, 
dann fallen Ihnen vielleicht 
die vielen Konsonanten 
an den Wortendungen auf.

Da gibt es in diesem Beispiel 
die T t t`s und die L l l`s.
Beides sind Konsonanten, 
die man durch das Heben der Zungenspitze 
an den oberen Gaumen 
dicht hinter den Schneidezähnen
erzeugen kann.
Was man hebt 
kann auch wieder gesenkt werden, 
oder fallen, 
und zwar auf dem Mundboden .
Dadurch macht es den Weg
für die Luft frei, 
die nun 
in einem kleinen Moment 
einströmen kann, 
wie ein Reflex,
der uns ermöglicht 
frei von Atemnot weiterzusprechen, 
die Artikulation(Aussprache) zu verbessern 
und damit auch die Gestaltung unseres Textes.

Sonntag, 25. Januar 2015

auch mit den Füßen ist es möglich

Guten Abend,

Willkommen zum vierten Post. 

Ich hoffe, Sie hatten ein schönes Wochenende
und konnten einmal eine Pause 
vom Wochengeschehen 
und seiner Hektik machen.

Vielleicht hatten Sie auch Gelegenheit und Zeit 
die gestrige Übung auszuprobieren.

je öfter Sie diese Übung durchführen,
desto eher erkennt der Körper,
dass Sie bereit sind
auf seine Bedürfnisse Rücksicht zu nehmen
und desto schneller kann er dadurch regenerieren.


Alternativ können Sie, anstelle der Hände,
auch Ihre Füße dazu nehmen.

Dann ist der Ablauf so, dass Sie während:

                                              der Einatmung   =  die Fußzehen krümmen
                                              der Ausatmung  =  die Fusszehen strecken
                                              und zur Lösung =  die Fußzehen und die gesamten Füße
                                                                                  locker lassen 

oder                                      der Einatmung  =  die Fußzehen strecken
                                              der Ausatmung  =  die Fusszehen krümmen
                                              und zur Lösung  =  die Fußzehen und die gesamten Füße
                                                                                  locker lassen

über 3 - 4 Atemzüge, oder mehr,

Vertrauen Sie Ihrem Gefühl
und lassen Sie sich davon leiten.

In diesem Sinne einen harmonischen Wochenstart

Eine Übung

Guten Abend,
hier kommt der dritte Post zur Pause.

gestern schrieb ich 
vom dreiteiligen Rhythmus 
und der Wichtigkeit der Pause.

heute gibt es  
eine kleine Übung 
dazu

Setzen Sie sich 
aufrecht auf einen Stuhl, 
ruhig auch angelehnt, 
die Füße beide nebeneinander 
auf dem Boden.

Dann schließen Sie die Augen 
und konzentrieren sich auf Ihren Atem, 
beobachten innerlich, wie er fließt.

Wenn Sie das 
eine Zeitlang gemacht haben, 
dann schließen Sie die Hände 
während der Einatmung zur Faust
und öffnen sie 
während der Ausatmung ganz weit, 
lassen sie danach  
über den Zeitraum 
von 3 - 4 Atemzügen 
wieder locker und entspannt 
auf Ihren Oberschenkeln liegen.

Dann wiederholen Sie 
diesen Vorgang 2 - 3 Mal 
immer mit einer langen Pause dazwischen
und beobachten, 
was in der Pause 
in Ihnen passiert.

Nehmen Sie wahr, 
wo Sie angespannt sind 
und was Sie locker lassen können.

Danach ändern Sie den Ablauf 
in der Weise, 
dass Sie während der Einatmung 
die Hände öffnen 
und während der Ausatmung schließen.

Auch das wiederholen Sie 2 - 3 Mal 
mit langen Pausen dazwischen.

Einer der beiden Übungsabläufe 
wird Ihnen angenehmer sein 
und der ist dann auch stimmig für Sie.

Viel Spaß und gute Erfahrungen.

Alles Liebe und eine gute Nacht

Friederike Hapel

Samstag, 24. Januar 2015

Der dreiteilige Rhythmus

Guten Abend

heute gibt es den zweiten Post zur Pause, 
die ein Bestandteil 
des dreiteiligen Atem und Bewegungsrhythmus ist. 

Unser natürlicher Rhythmus besteht aus drei Phasen, 
Einatmung, Ausatmung, Pause, 
oder Spannungsaufbau, Spannungsabbau und Lösung.

Der wichtigste Teil darin ist die Pause, 
denn in ihr kommt der Impuls ins Gehirn:
"Hier ist gearbeitet worden, 
hier muss frisches Blut hin" 
3 - 4 Atemzüge für die Pause 
helfen dem Körper zu erkennen, 
dass er wirklich loslassen darf 
und dadurch den ersten Schritt 
auf dem Weg zur Regeneration machen kann.
So wie es Michael Ende in seinem Buch Momo 
über Beppo den Straßenkehrer schrieb

 Aus dem Buch "Momo" von Michael Ende

Beppo der Straßenkehrer
Wenn er so die Straßen kehrte, 
tat er es langsam, aber stetig:
Bei jedem Schritt einen Atemzug 
und bei jedem Atemzug einen Besenstrich.

Dazwischen blieb er manchmal ein Weilchen stehen 
und blickte nachdenklich vor sich hin. 
Und dann ging es wieder weiter:

Schritt - Atemzug - Besenstrich.

Soweit für heute, 
ich wünsche eine friedvolle Nachtruhe
und für morgen 
einen gelösten schönen Tag

Alles Liebe 

Friederike Hapel. 

Donnerstag, 22. Januar 2015

Warum " Die Pause



Guten Morgen an alle,

Heute beginne ich an einen neuen Blog zu schreiben. 

Er behandelt die Pause in ihren unterschiedlichsten Formen und Möglichkeiten. 

Mein Hintergrund dazu ist meine Ausbildung 
zur staatlich geprüften Atem-, Sprech.und Stimmlehrerin 
nach Schlaffhorst Andersen
an der CJD Schule für Atmung und Stimme in Bad Nenndorf.
http://www.cjd-schlaffhorst-andersen.de

In dieser speziellen und außergewöhnlichen Ausbildung 
spielt die Pause eine sehr wichtige Rolle.

Sie ist ein Teil des Regenerationsweges, 
der die Atmung und den gesamten Menschen 
auf seinem Weg zurück zu sich selbst 
unterstützen und aus Zwängen befreien kann.

Gleichermaßen ist sie 
ein gestalterisches Mittel der Sprache, 
das ihr Tiefe und Gehalt, 
dem / der  RednerIn Aufmerksamkeit
und dem / der Zuhörer In
einen belebenden Vortrag 
ermöglicht.

Auch im Bereich der Bewegungsorganisation 
bewirkt die Pause 
leichte, freie, beatmete Bewegungen, 
eine Möglichkeit in der Muskulatur 
zu einem Rotationskreis 
der Muskelanspannung, -abspannung und Lösung zu kommen, 
die den gesamten Kreislauf erfrischt und belebt.

Dieses sind nur drei kleine Beispiele für ein großes Feld
Doch für den ersten Tag mögen sie genügen.